Blohm & Voss war ursprünglich eine große Hamburger Schiffswerft. 1933 gründete sie die Tochterfirma Hamburger Flugzeugbau GmbH (HFB), um in den modernen Metallflugzeugbau einzusteigen. Die ersten Flugzeuge erhielten die Bezeichnung Ha, später setzte sich für viele Modelle die Kennung BV durch.
Chefkonstrukteur Richard Vogt prägte die Entwicklung. Typisch für seine Entwürfe waren:
ungewöhnliche Konfigurationen (z. B. asymmetrische Flugzeuge)
der markante Rohrholm-Flügel, ein dicker Stahlrohr-Hauptträger, der gleichzeitig Kraftstoffbehälter war
große Experimentierfreude und mutige aerodynamische Ideen
Erstflug 1934
Einfache, robuste Stahlrohr- und Stoffkonstruktion
Gedacht als Grundschul- und Sportflugzeug
Diente HFB vor allem zur Erprobung von Metallbau-Komponenten
Erstflug 1934
Ganzmetall-Tiefdecker
Erste HFB-Konstruktion mit Vogts markantem Rohrholm-Flügel
Flugverhalten problematisch, daher keine Serienfertigung
Erstflug 1935
Kompakter Tiefdecker mit Knickflügel
Ausgelegt für Sturzangriffe, Bombenlast bis ca. 600 kg
Unterlag in Wettbewerben anderen Typen und wurde nicht gebaut
Dreimotoriges Flugboot
Charakteristische Doppelheck-Ausleger
Spitzname: „Holzschuh“ wegen der Rumpfform
Standard-Seefernaufklärer der Luftwaffe über Nordsee, Atlantik und Nordmeer
Aufgaben: Konvoiüberwachung, Seenotrettung, U-Boot-Unterstützung
Katapultgestartetes Schwimmerflugzeug für Langstreckenpost
Vier Dieseltriebwerke, Knickflügel
Einsatz auf Nord- und Südatlantik-Routen der Lufthansa
Später militärisch verwendet
Geplant für Torpedoeinsätze und Fernaufklärung
Drei Prototypen
Technisch fortschrittlich, aber gegenüber Konkurrenztypen nicht durchgesetzt
Diente der Erprobung des verstellbaren Flügelprofils, das später weiterentwickelt wurde
Riesiges sechsmotoriges Flugboot
Größtes im Krieg tatsächlich eingesetztes seegestütztes Flugzeug der Achsenmächte
Transport von Soldaten, Verwundeten und Fracht
Später auch Seeaufklärer mit Radar
Das schwerste deutsche Flugzeug des Zweiten Weltkriegs
Sechs Motoren, extreme Spannweite und Masse
Ein Prototyp flog 1944
Programm endete kriegsbedingt
Einmotoriger Tiefdecker mit asymmetrischem Aufbau
Links Motor, rechts verglaste Kabine für hervorragende Sicht
Gute Flugleistungen trotz ungewöhnlicher Form
Blieb Vorserien- und Versuchsmuster
Viermotoriger Langstreckenaufklärer und Transporter
Ursprünglich für Lufthansa-Routen gedacht
Wenige Prototypen, militärisch nur begrenzt brauchbar
Übernommen von Messerschmitt
Geplant für extreme Einsatzhöhen gegen B-29-Bomber
Sehr große Flügelspannweite, komplexe Kühlerführung
Nur Prototypstadium erreicht
Holzbauweise, unmotorisiert
Von einem Jäger in die Nähe der Bomberformation geschleppt
Extrem schmaler, gepanzerter Rumpf mit liegender Pilotposition
Mehrere Prototypen, aber taktisch unpraktikabel
Zusammenarbeit mit Breguet in Frankreich
Zwei große Sternmotoren, Hochdecker
Verstellbarer Flügelanstellwinkel, damit der Rumpf beim Start horizontal bleiben konnte
Zwei Prototypen, keine Serienfertigung
Blohm & Voss entwickelte eine umfangreiche Reihe von fortschrittlichen Konzepten, viele davon nur als Windkanalmodell oder Zeichnung:
Asymmetrische KampfflugzeugprojekteWeiterentwicklungen der BV-141-Idee
Teilweise Kombination von Strahltriebwerk und Propeller
Vorwärtsgepfeilte Flügel
„Verdrehte“ Tragflächen
Leichte Jagdflugzeuge für hohe Steigleistungen
Varianten mit Doppelrumpf, Twin-Boom-Konfiguration oder neuartigen Schwimmerlösungen
Zahlreiche Entwürfe (P 7, P 8, P 13, P 178, P 188, P 194, P 202 u. a.)
Enthielten viele aerodynamisch mutige Ideen, z. B. W-Flügel, Schub-/Druckpropeller-Kombinationen, asymmetrische Antriebsanordnung
Ein dicker Stahlrohrhauptträger diente als Struktur und Treibstoffbehälter.
Dadurch:
robust,
treibstoffsicherer,
innen sehr sauber strukturiert.
Mut zu Asymmetrie
Unkonventionelle Flügelkonzepte
Integration von Schiffbauwissen in Flugbootdesign
Blohm & Voss zeichnete für einige der technologisch fortschrittlichsten und größten Flugboote der Welt verantwortlich.
ZusammenfassungBlohm & Voss brachte nur wenige Serienflugzeuge hervor, trug aber außergewöhnlich stark zu technologischen Innovationen bei. Besonders in drei Bereichen waren die Hamburger Pioniere:
Große Seeflugzeuge und Flugboote – BV 138, BV 222 und BV 238 waren wegweisend.
Experimentelle und asymmetrische Aufklärer – BV 141 als weltweit einzigartiges Flugzeugkonzept.
Fortschrittliche Projektstudien – von Höhenjägern bis zu unkonventionellen Jet-Konzepten.
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