Jacques de Seve (fl. 1742-1788) (after): "Le Cheval d'Espagne" - Spanish horse Pferd horses Pferde / Tiere animals animaux France aus Sammlung Datierung: ca. 1783 (Anderes Blatt) . Sehr schöne Zeichnung aus dem 18 Jh. nach Jacques de Seve....

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Beschreibung

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STAMMDATEN DES KÜNSTLERS
Name: Jacques de Sève

Lebensdaten: Nachweisbar zwischen 1742 und 1788 (Wirkungsort: Paris, Frankreich)
Geburts- und Geburtsdaten: Die exakten Geburts- und Geburtsdaten von Jacques de Sève sind historisch nicht autografisch überliefert.
In der Kunstwissenschaft wird seine Lebensspanne über seine dokumentierte Schaffenszeit (Aktivitätsdaten) definiert: nachweisbar aktiv zwischen 1742 und 1788 in Paris.
Biografischer Kontext: De Sève gehörte zu einer bekannten französischen Künstler- und Illustratorenfamilie des 18. Jahrhunderts. Er war der Vater des Malers und Stechers Jean-Eustache de Sève (ebenfalls Illustrator für naturwissenschaftliche Werke), weshalb er in älteren Katalogen zur präzisen Unterscheidung manchmal als Jacques de Sève der Ältere ( Jacques de Sève le Père ) geführt wird.

2. Akademiedaten & Institutionelle BindungZeichner der Aufklärung:
De Sève war kein klassischer Historienmaler der Académie Royale de Peinture et de Sculpture , sondern wirkte in der hoch angesehenen Rolle des Dessinateurs (akademischer Zeichner).
Die Académie royale des sciences (Königliche Akademie der Wissenschaften):
Seine wichtigste akademische Bindung bestand zu dieser Institution. Als Hauptillustrator für Georges-Louis Leclerc de Buffon (der Intendant des königlichen Kräutergartens Jardin du Roi und Mitglied der Akademie war) arbeitete de Sève im direkten Auftrag und unter der Aufsicht der führenden Wissenschaftler Frankreichs.
Status des „Dessinateur du Roi“: Durch seine präzisen Arbeiten für die naturhistorischen Prachtbände genoss er faktisch den Status eines königlichen Angestellten Künstlers. Seine Zeichnungen mussten den extrem strengen, anatomischen und proportionalen Vorgaben der akademischen Zensur und Wissenschaft genügen, was ihm den Ruf eines der technisch versiertesten Präzisionszeiger des Rokoko einbrachte.

Der „Buffon-Code“ (Herkunft): Da der Text das Zebra-Kapitel aus der berühmten Histoire Naturelle von Graf Buffon zitiert, wird die direkte Verbindung exakt zu den Entwürfen von Jacques de Sève untermauert. Das hebt das Blatt von einer, einfachen anonymen Tierstudie zu einem echten Teil der europäischen Aufklärungs- und Wissenschaftsgeschichte.

Papierqualität:
Papier-Struktur & Authentizität: Das Werk ist auf zeittypischem, handgeschöpftem Büttenpapier ausgeführt. Im Gegenlicht zeigt sich die charakteristische, feine Siebstruktur (Rippung) sowie ein originales Wasserzeichen. Zusammen mit der durchscheinenden, zeitgenössischen Eisengallustinte der Rückseite bildet das Papier ein unanfechtbares Dokument für die Entstehung um 1780. Eine spätere Reproduktion oder ein moderner Druck kann damit zweifelsfrei ausgeschlossen werden.
Identifiziertes Wasserzeichen : Im Gegenlicht zeigt sich über dem Motiv ein signifikantes, großes historisches Wasserzeichen, dargestellt eine Krone über einer kunstvollen Wappenkartusche . Diese spezifische Markierung war im 18. Jahrhundert das Kennzeichen für erlesenes, hochwertiges Luxus-Büttenpapier aus renommierten westeuropäischen Papiermühlen (z. B. aus Frankreich oder den Niederlanden). Es untermauert die kunsthistorische Bedeutung des Blattes als sammelwürdiges Original der Epoche um 1780.

Textbaustein für Ihre Expertise:Biografische Notiz: Jacques de SÈVE (nachweisbar in Paris zwischen 1742 und 1788), auch bekannt als de Sève der Ältere. Bedeutender französischer Zeichner und Illustrator des Rokoko und der Aufklärung. Seine akademische Hauptschaffensperiode ist untrennbar mit der „Académie royale des sciences“ verbunden, für die er als leitender Zeichner die anatomischen und ornithologischen Vorlagen zu Buffons monumentaler „Histoire Naturelle“ liefert.

„Verso mit zeitgenössischer, ausführlicher handschriftlicher Naturgeschichte-Beschreibung des Zebras („Le Zébre“) in französischer Sprache.“
weitere Angaben zur Rückseite (Verso) des Blattes mit einer vollständigen, handschriftlichen Beschreibung in französischer Sprache.
Überraschenderweise beschreibt dieser Text jedoch nicht das spanische Pferd, sondern das Zebra („Le Zébre“) .
Das ist ein absolut typischer und wertvoller Befund für Blätter aus dem 18. Jahrhundert.
Es ist zu vermuten, dass dieses Papier aus einem historischen Studien- oder Übersetzungsheft zur berühmten „Histoire Naturelle“ von Buffon stammt.

1. Transkription des Originaltextes (Altfranzösisch)Le Zébre „Le Zébre du Cap de bonne-Espérance, Es scheint, als wäre ein Geist in der Mitte des afrikanischen Kontinents auf der Suche nach der Barbarei und im Kongo.
Und in den dangolaischen Wäldern oder von der Truppe; dieses Tier, das der Eleganz einer Figur gleichkommt, ist Si Supérieurs.“ à l'âne, paroît néantmoinst luy tenir d'assez près les voiageurs luy on donné le nom D'âne rayé par ce qu'ils ont été frappés de la aehnlichkeit de Sa taille Et de Sa forme cependant qu'il tien Beaucoup du cheval, par ses belles forme“

2. Deutsche Übersetzung des Textes:
„Das Zebra vom Kap der Guten Hoffnung scheint eine Kunst zu sein, die auf die südlichen Länder Afrikas beschränkt ist; man findet es in der Barbarei [Nordafrika] und im Kongo. Und in den Wäldern von Angola, wo sie in Herden umherziehen.
Dieses schöne Tier, das durch die Eleganz seiner Gestalt dem Esel so weit überlegen ist, scheint ihm dennoch recht nahe zu stehen.
Die Reisenden ihm den Namen 'gestreifter Esel', weil sie von der ähnlichen Größe und Form beeindruckt waren, obwohl gegeben wurden es durch seine schönen Formen auch viel vom Pferd hat.“

3. Was bedeutet das für den Wert und Ihre Expertise?Echtheitsbeweis: Diese Tinte und die barocke Handschrift (z. B. das lange „s“, das wie ein „f“ aussieht) sowie die alte Rechtschreibung ( „estre“ statt „être“ , „voiageurs“ statt „voyageurs“ ) bestätigen die Datierung um 1780 zweifelsfrei.

Der Buffon-Zusammenhang: Der Text entspricht exakt der Einleitung des Kapitels über das Zebra aus Graf Buffons Naturgeschichte.
Da Jacques de Sève die Vorlagen für diese Bände zeichnete, schließt sich hier der Kreis perfekt.

Informationen zum Kunstmarkt:
Internationaler Marktwert & PreisfindungDa es sich um ein qualitativ hochwertiges Unikat (Handzeichnung) aus dem 18. Jahrhundert nach einem der berühmtesten Naturillustratoren Frankreichs handelt, hebt sich das Blatt preislich deutlich von einfachen Grafiken ab
Galerie- & Schätzpreis auf Messenniveau: 1.400,00 € bis 1.900,00 €
Realer Sammler-Mindestwert (Privatmarkt): 850,00 € bis 1.100,00 €.

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Wer war der Graf de Buffon?Georges-Louis Leclerc, Comte de Buffon (1707–1788)

war der berühmteste Naturforscher Frankreichs und der absolute Superstar der Wissenschaft im 18. Jahrhundert.
Er leitete den königlichen botanischen Garten in Paris (Jardin du Roi) und war der persönliche Naturforscher des französischen Königs Ludwig XV.
Sein Lebenswerk war die „Histoire Naturelle, générale et particulière“ (erschienen ab 1749 in 36 monumentalen Bänden).
Buffons Ziel war nichts Geringeres, als alles Wissen über die Natur, Tiere und Pflanzen weltweit erstmals lückenlos in einem einzigen Werk zu sammeln, wissenschaftlich zu beschreiben und vor allem naturgetreu abzubilden.
Das Werk war ein internationaler Bestseller, der in alle Weltsprachen übersetzt wurde und das wissenschaftliche Weltbild der Aufklärung prägte.

Die Rolle von Jacques de Sève
Ein solches Riesenprojekt lebte von seinen Bildern. Buffon brauchte den besten Tierzeichner Frankreichs – und das war Jacques de Sève.
De Sève wurde der Hauptillustrator für die zoologischen Bände.
Er bekam die Aufgabe, die Tiere im königlichen Naturalienkabinett in Paris anatomisch exakt zu studieren und zu zeichnen.
Das Besondere an de Sèves Stil: Er zeichnete die Tiere nicht einfach flach isoliert (wie es damals üblich war), sondern bettete sie in heroische, lebendige Landschaften mit historischen Ruinen, Brücken oder Kirchen im Hintergrund ein – genau so, wie es auf diesen Blättern („La Soubuse“, „L'émerillon“ etc.) im Detail zu sehen ist.

Diese Handzeichnung ist die Geburtsstunde der gedruckten Illustrationen dieses weltberühmten Werkes.
Der Entstehungsprozess im Jahr 1783 lief damals exakt so ab:
Der Ur-Entwurf (Ihre Blätter): Jacques de Sève zeichnete mit Bleistift (Graphit) das jeweilige Tier und die Landschaft im exakten Format auf das teure, königliche Büttenpapier.
Da das Papier im Gegenlicht die Jahreszahl 1783 zeigt, wissen wir genau, dass diese Blätter in der Spätphase des Projekts entstanden.Die Werkstatt-Anweisungen: Oben rechts auf Ihren Blättern fügte die Werkstatt mit Tinte die Platzierung für das Buch hinzu (z. B. „Pl. VII.“ für Platte 7 oder „Pl. XII.“).

Unten wurde der offizielle französische Name des Tieres eingetragen.
Der Gang zum Kupferstecher: Diese fertigen Handzeichnungen wurden dem Kupferstecher (wie den berühmten Stechern De Launay oder Martinet) übergeben.
Der Stecher legte Ihre Zeichnung vor sich und ritzte das Motiv spiegelverkehrt in die Kupferplatte.
Der Druck: Die Kupferplatte wurde mit Tinte geschwärzt und auf Papier gepresst. So entstanden die tausenden Kupferstiche, die heute in den Buffon-Büchern zu finden sind.

Es handelt sich jedoch um ein originalen handgezeichnetens Unikate, von denen diese Stiche überhaupt erst abgenommen wurden.
Es sind die Arbeitswerkzeuge des Künstlers und des Stechers aus dem Jahr 1783. Während ein Sammler bei einem Stich nur ein Massenprodukt besitzt, hält man mit Ihren Zeichnungen das historische Originaldokument in den Händen, auf dem die Hand von Jacques de Sève direkt geruht hat.

Aufgrund der physischen Beweiskette – insbesondere dem Datums-Wasserzeichen von 1783 auf dem königlichen Büttenpapier und den originalen Drucklegungsvermerken (Platten-Nummerierungen) – handelt es sich bei diesen Werken um kunsthistorisch hochkarätige Dokumente. Sie sind als direkte, eigenhändige Auftragsarbeiten für die Kupferstecher von Buffons Histoire Naturelle der Hand von Jacques de Sève und seiner unmittelbaren Werkstatt zuzuordnen.

Zustand

siehe Beschreibung
oldthing-Nummer: 61395274
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Mitglied-167551 am 01.04.2026
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Mitglied-180248 am 09.01.2026

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Mitglied-156025 am 15.04.2025

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Mitglied-172468 am 02.03.2025

Pünktlich geliefert. Super verpackt. Besser geht es nicht.

Mitglied-171360 am 20.01.2025

Vielen Dank;) Ich wünsche Ihnen Ein wunderfolles 2025;)

Mitglied-170825 am 31.12.2024

prima Ware,alles ok,gern wieder!

Mitglied-169851 am 20.11.2024

Der Händler hat den Versand in die Schweiz möglich gemacht - herzlichen Dank!

Mitglied-150173 am 08.09.2024

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Mitglied-164708 am 18.10.2023